© Sarah Schmidt Kobra Ladies Offense beim Snap

Spielbericht

Ladies verlieren knapp in Hamburg

Kobra Ladies

Am Samstag, den 31. Mai, kam es im Stadion Wilmersdorf zum mit Spannung erwarteten Spitzenspiel in der GFL Women Gruppe Nord: Die Berlin Kobra Ladies empfingen die Hamburg Amazons – ein Duell zweier langjähriger Rivalen, das bei strahlendem Sonnenschein und vor einer gut gefüllten Tribüne für beste Football-Stimmung sorgte.

Zu Beginn deutete vieles auf ein offenes Duell hin. Hamburg erwischte den besseren Start: Ein Ballverlust der Berlinerinnen wurde eiskalt bestraft – der eroberte Fumble wurde direkt in die Endzone getragen, und die Amazons gingen mit 0:7 in Führung.

Im zweiten Quarter gelang den Kobra Ladies die passende Antwort. Running Back #24 Suse Rojahn setzte sich mit einem kraftvollen Lauf durch die Hamburger Verteidigung durch und erzielte den ersten Touchdown für Berlin. Kickerin #86 Maike Barnebeck sorgte mit einem sicheren Extrapunkt für den 7:7-Ausgleich.
Doch Hamburg konterte direkt mit einem tiefen Touchdown-Pass in die Endzone und ging mit einer 7:14-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Defenses zunehmend das Spielgeschehen. Beide Mannschaften neutralisierten sich über weite Strecken, und das Niveau der Verteidigungsarbeit war beeindruckend. Trotz dieser defensiven Dominanz gelang es der Berliner Offense mehrfach, nennenswert Raum zu gewinnen und das Feld konsequent zu überbrücken.

© Sarah Schmidt Run durch #24

Doch der verdiente Lohn in Form von Punkten blieb aus – Hamburgs Abwehr verhinderte in den entscheidenden Momenten weitere Zähler für die Gastgeberinnen. Stattdessen war es Hamburg, das Mitte der zweiten Hälfte durch ein starkes Laufspiel einen weiteren Touchdown erzielte und die Führung auf 7:20 ausbaute.

Berlin blieb jedoch kämpferisch und kam kurz vor Schluss noch einmal zurück: Ein präziser Pass landete bei Wide Receiver #85 Jule Hollerbaum in der Endzone. #86 Maike Barnebeck verwandelte auch den zweiten PAT sicher – 14:20. Trotz großer Moral und starker Schlussoffensive reichte die Zeit nicht mehr, um das Spiel zu drehen. Ein Highlight auf Seiten der Berliner Defense setzte Safety #87 Marion Vaur mit einer sehenswerten Interception – ein Sinnbild für die beeindruckende Entwicklung beider Defensivreihen im Laufe des Spiels.

© Sarah Schmidt Defense

Am Ende mussten sich die Kobra Ladies knapp geschlagen geben, doch im Rückspiel ist die Chance zur Revanche und zur Rückeroberung der Tabellenspitze greifbar. Zunächst steht das erste Auswärtsspiel der Saison an: Am kommenden Samstag, den 7. Juni, treten die Kobra Ladies bei den Cologne Ronin Ladies an.

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